Tipps gegen Prüfungsangst
13.02.2026Bis zu einem gewissen Grad ist diese Unruhe angesichts der Wichtigkeit einer Prüfung angemessen. Wenn die Unruhe ein bestimmtes Maß überschreitet und zu einer Angst wird, die die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt oder sogar zu Prüfungsunfähigkeit führt, dann kann man Wege finden, diese Angst zu reduzieren.
Wir haben ein paar Tipps für euch zusammengefasst. Ausführliche Beschreibungen zur Entstehung von Prüfungsangst, zur Reduzierung und zu hilfreicher Prüfungsvorbereitung findet ihr hier.
Mindset-Shift
Nicht die Prüfung macht Angst – sondern das, was ich über die Prüfung denke. Good news: Gedanken sind veränderbar! Es kann helfen, die eigenen Gedanken einmal aufzuschreiben und dann einen Realitäts-Check zu machen: Ist der Gedanke richtig? Oder enthält er Übertreibungen, Verzerrungen oder Verallgemeinerungen? Ziel ist es, sich zu überlegen: Welcher Gedanke könnte stattdessen hilfreich sein?
Und nein, es geht nicht darum, sich eine rosarote Brille aufzusetzen. Sondern darum, sich realistisch einzuschätzen: Was kann ich, wo liegen meine Stärken, wo kann ich mich verbessern?
Leg’ dir ein Tool-Kit an
Statt Katastrophenfilme im Kopf zu drehen („Was, wenn alles schiefgeht?“), kannst du dir dein eigenes Tool-Kit zusammenstellen mit Handlungsanweisungen, die dein Tun in bestimmten Situationen steuern sollen. Für eine mündliche Prüfung könnten es z. B. diese Anweisungen sein:
- Ich werde rechtzeitig in der Hochschule sein.
- Vor dem Prüfungsraum werde ich mich aber erst kurz vorher einfinden, um mich nicht durch andere Prüflinge und deren Gerede verunsichern zu lassen.
Die Gedanken ins Gym schicken
Führe die Handlungsanweisungen aus deinem Tool-Kit (siehe Tipp 2) in der Fantasie aus: Du kannst dir z. B. den erfolgreichen Ablauf der Prüfung in Bildern vorstellen oder du spielst in der Vorstellung durch, wie du Probleme bewältigst. Damit trainierst du dein Gehirn darauf, in Stressmomenten nicht direkt auf „Oh nein, ich kann gar nichts“ zu schalten, sondern auf „Okay, Problem da – ich krieg’ das hin“. Wenn du deine Gedanken ins Gym geschickt hast, du also eine Situation vorher im Kopf geübt hast, dann ist die Chance höher, dass es in echt auch besser klappt.
Practice mode on
Es kann helfen, das Gelernte nicht nur im Kopf zu verstehen, sondern aktiv anzuwenden. Dabei übt ihr eine echte Prüfungssituation so realitätsnah wie möglich – inklusive typischer Fragen, Abläufe und möglicher Unsicherheiten. Am besten funktioniert das in der Gruppe: Mehrere Studierende übernehmen unterschiedliche Rollen (z. B. prüfende Person, Prüfling, Beobachter:in) und geben sich anschließend gegenseitig Feedback.
Gegen-Move zur Angst
Entspannung ist ein direkt wirkendes Gegenmittel gegen die Angst, denn Angst und Entspannung schließen sich aus. Das heißt: Wenn du es schaffst, deinen Körper runterzufahren, wird auch die Angst leiser. Aber (leider) reicht es nicht aus, das zu wissen. Entspannen ist wie ein Skill – den musst du üben. Am besten regelmäßig über eine längere Zeit. Genau wie Lernen: Wenn du dich für die Prüfung vorbereitest, nimm dir vor, jeden Tag ein bisschen zu entspannen – am besten als feste Pause in deinem Alltag. Es gibt verschiedene Entspannungs-Methoden, z. B. eine Atementspannung. Welche für dich passt, ist komplett Geschmackssache.